Hund Zahnfleisch blutet: Erstes Zeichen einer Parodontitis?
Stadien der Parodontitis beim Hund von Zahnbelag bis Zahnfleischrückgang

Hund Zahnfleisch blutet: Erstes Zeichen einer Parodontitis?

Verfasst von Anke Nagler · Diplom-Mikrobiologin

Hund Zahnfleisch blutet. Das sieht beunruhigend aus. In den meisten Fällen ist die Ursache Gingivitis, die Vorstufe einer Parodontitis. Was zu tun ist, hängt vom Stadium ab. Was es bedeutet, was Sie selbst tun können und wann der Termin beim Tierarzt nötig ist. Das wichtigste Prinzip vorweg: die Kontrolle der Bakterien gehört in jedem Fall dazu, täglich und ein Leben lang. Warum, das erfahren Sie hier.

Schnell-Hilfe: Was Sie sehen und was zu tun ist

Was Sie sehen Was es bedeuten kann Was zu tun ist
Leicht rötliches Zahnfleisch Beginnende Gingivitis Sofort tägliche Kontrolle der Bakterien starten
Blut beim Anfassen Gingivitis fortgeschritten Bakterienkontrolle täglich, Tierarzt innerhalb 1 Woche
Eiter, Schwellung Akute Parodontitis Sofort zum Tierarzt, parallel Kontrolle der Bakterien
Lockere Zähne Fortgeschrittene Parodontitis Sofort zum Tierarzt, Kontrolle der Bakterien als tägliche Säule
Hund frisst nicht Schmerz, Notfall Sofort zum Tierarzt, Kontrolle der Bakterien nach Diagnose

Warum das Zahnfleisch beim Hund blutet

Beim gesunden Hund ist das Zahnfleisch rosa, glatt und fest. Wenn es blutet, ist es entzündet. Die häufigste Ursache: Bakterien sammeln sich am Zahn und bilden einen weichen Belag, die Plaque. Über Tage bis Wochen mineralisiert daraus harter Zahnstein. An der Grenze zwischen Zahn und Zahnfleisch greifen Bakterien das Gewebe an. Das Zahnfleisch wehrt sich mit Entzündung. Es schwillt, rötet sich, blutet bei Berührung. Das ist Gingivitis, die Vorstufe der Parodontitis.

Wird die Gingivitis nicht behandelt, dringen Bakterien tiefer in die Zahnfleischtaschen. Die Bakterien zerstören Gewebe und Knochen, die den Zahn halten. Der Zahn wird locker. Das ist Parodontitis. Ab hier ist der Schaden nicht mehr rückgängig zu machen.

Bakterien und Toxine aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen über die Blutbahn zu Herz und Nieren. Über den Speichel gelangen sie in den Darm. Was im Mund anfängt, belastet folglich den ganzen Körper. Hunde mit unbehandelter Parodontitis verlieren im Durchschnitt 2 bis 3 Lebensjahre.

Parodontitis beim Hund und die Folgen

Parodontitis beim Hund ist die häufigste Erkrankung im Mund und sie ist viel mehr als ein Zahn-Problem. Was im Mund beginnt, belastet über die Blutbahn Herz, Nieren, Leber und sogar den Darm. 4 von 5 Hunden ab dem 5. Lebensjahr sind betroffen. Viele Halter wissen es nicht, weil Hunde Schmerzen verbergen und die Veränderungen schleichend kommen. Der folgende Abschnitt zeigt, was Parodontitis beim Hund genau ist, welche Folgen sie für den ganzen Organismus hat und was Sie selbst tun können.

Was Parodontitis beim Hund genau ist

Parodontitis ist die Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats. Sie beginnt als einfache Zahnfleischentzündung, die Gingivitis. Kaum schmerzhaft, leicht zu übersehen. Aus dieser frühen Entzündung wird ohne Gegenmaßnahme eine tiefe Erkrankung, die Zahnfleisch, Wurzelhaut, Zahnzement und schließlich den Kieferknochen angreift.

Wichtig zu verstehen: Parodontitis ist nicht reversibel. Einmal entstandene Schäden am Zahnhalteapparat bleiben. Nur das weitere Fortschreiten kann gestoppt werden. Wer früh handelt, schützt, was noch gesund ist. Wer wartet, lebt mit einschneidenden Folgen.

Hund mit entzündetem und blutendem Zahnfleisch durch Gingivitis oder beginnende Parodontitis mit Folgen für Herz und Nieren

Die 4 Stadien der Parodontitis

Tierärzte unterscheiden 4 Stadien, abhängig vom Ausmaß der Schäden. Halter sollten die Stadien kennen, um den Schweregrad einordnen zu können.

Stadium 1: Gingivitis. Das Zahnfleisch ist gerötet und leicht geschwollen. Es kann beim Berühren bluten. Kein Knochenabbau. Reversibel, wenn jetzt konsequent gehandelt wird.

Stadium 2: Frühe Parodontitis. Erste Zahnfleischtaschen bilden sich. Bis zu 25 % des Zahnhalteapparats sind betroffen. Knochenabbau beginnt, ist aber noch gering.

Stadium 3: Mittlere Parodontitis. Zahnfleischtaschen sind deutlich vertieft. 25 bis 50 % des Zahnhalteapparats sind betroffen. Zähne beginnen sich zu lockern.

Stadium 4: Fortgeschrittene Parodontitis. Mehr als 50 % des Zahnhalteapparats sind zerstört. Zähne sind locker oder fallen aus. Starke Schmerzen, die der Hund immer noch versucht zu verbergen.

Sicher diagnostizieren lässt sich das Stadium nur mit Dentalröntgen. Was von außen aussieht wie Stadium 1, kann unter dem Zahnfleisch bereits Stadium 3 sein.

4 von 5 Hunden sind betroffen

Sie haben ab dem 5. Lebensjahr haben eine nachweisbare Parodontitis. Das sind 80 %. Die meisten Hundehalter ahnen nichts davon. 3 Gründe machen die Erkrankung so heimtückisch. Erstens verbergen Hunde Schmerzen evolutionär bedingt. In der Wildnis bedeutet sichtbarer Schmerz zu Beute zu werden. Zweitens kommen die Veränderungen langsam. Was sich über Monate aufbaut, fällt im Alltag nicht auf. Drittens schauen die meisten Halter ihrem Hund nicht regelmäßig in den Mund. Mehr dazu im Artikel zur Hund Zähne untersuchen.

Mundbakterien und ihre Wege durch den Körper

Plaque ist nicht nur ein Schönheitsproblem. Sie ist ein strukturierter Biofilm aus Bakterien, der sich täglich neu auf Zahnoberflächen, am Zahnfleischrand und in den Zwischenräumen aufbaut.

Wird dieser Biofilm nicht kontrolliert, mineralisiert er zu Zahnstein. Unter dem Zahnstein entstehen sauerstoffarme Zonen, in denen anaerobe Bakterienstämme besonders gut gedeihen. Genau jene Bakterien, die Entzündungen auslösen, Gewebe abbauen und Toxine produzieren.

Bei Parodontitis ist die Zahnfleischtasche dauerhaft entzündet und damit dauerhaft offen. Dadurch gelangen Bakterien und ihre Toxine direkt in die Blutbahn. Von dort aus erreichen sie früher oder später jedes Organ des Körpers.

Folgen für das Herz

Eine wegweisende Studie von Glickman und Kollegen (2009) im Journal of the American Veterinary Medical Association mit über 59.000 Hunden hat den Zusammenhang klar belegt. Bakterien aus entzündeten Zahnfleischtaschen setzen sich an den Herzklappen ab. Dort lösen sie Entzündungsreaktionen aus und begünstigen die Entstehung einer Endokarditis. Das ist eine Entzündung der Herzinnenhaut, die zu Klappenschäden, Herzschwäche und im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann. Das Risiko für Herzerkrankungen ist bei Hunden mit fortgeschrittener Parodontitis deutlich höher als bei Hunden mit gesundem Zahnfleisch. Das ist keine kleine Zahl, sondern ein Faktor, der Lebensqualität und Lebenserwartung des Hundes stark beeinflusst.

Folgen für die Nieren

Die Nieren filtern kontinuierlich Bakterien und Toxine aus dem Blut. Bei dauerhafter Belastung durch orale Bakterien arbeiten die Nieren im Dauer-Stress. Über Monate und Jahre schwächt das die Filterleistung. Hunde mit fortgeschrittener Parodontitis leiden häufiger an chronischer Niereninsuffizienz als Hunde mit gesunder Mundhöhle. Bei älteren Hunden, die ohnehin häufiger Nierenprobleme entwickeln, ist dieser zusätzliche Belastungsfaktor besonders relevant.

Folgen für die Leber

Die Leber als zentrales Entgiftungsorgan trägt ebenfalls die Last. Was aus dem Mund in den Blutkreislauf gelangt, landet früher oder später in der Leber. Chronische niedriggradige Entzündungen durch orale Bakterien belasten die Leberfunktion über Jahre. Oft ohne sichtbare Symptome, bis die Werte im Blutbild auffällig werden. Wenn der Tierarzt erhöhte Leberwerte beim Senior-Hund findet, ist die Mundgesundheit selten der erste Verdacht. Sollte sie aber sein.

Folgen für den Darm

Mit jedem Schluck gelangen Plaque-Bakterien über den Speichel in den Verdauungstrakt. Einige dieser Keime überstehen die Magensäure und siedeln sich im Darm an. Besonders Fusobakterien, die ursprünglich aus der Mundhöhle stammen, heften sich an die Darmschleimhaut und lösen dort neue Entzündungen aus.

Die Übersichtsarbeit von Xu und Kollegen (2025) in npj Biofilms and Microbiomes zur Verbindung von Mund und Darm beschreibt die Kommunikation zwischen Mundmikrobiom und Darmmikrobiom über 3 Hauptwege: enteral über das Schlucken, hämatogen über die Blutbahn und immunologisch über systemische Botenstoffe. Speichel von Parodontitis-Patienten verändert die Darmflora nachweislich. Fusobacterium nucleatum wird mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und einer gestörten Darmbarriere in Verbindung gebracht. Wer die Keimlast im Mund reduziert, unterbricht diesen Weg und entlastet zudem den Darm. Mehr zum Zusammenhang zwischen Mundbakterien und Allgemeingesundheit zeigt der Artikel zur Hund Darmflora.

Mundbakterien beim Hund gelangen über Blutbahn und Darm zu Nieren, Leber und anderen Organen und können Entzündungen auslösen

Der Mythos vom Magen-Mundgeruch

Es hält sich hartnäckig. Viele hören es im Wartezimmer. Mundgeruch beim Hund kommt aus dem Magen. Stimmt nicht. Etwa 80 bis 90 % des Mundgeruchs entstehen nicht im Magen, sondern im Mund. Anaerobe Bakterien in Belägen, auf der Zunge und am Zahnfleischrand produzieren flüchtige Schwefelverbindungen. Sie riechen so unangenehm.

Der Magen wird erst dann relevant, wenn orale Ursachen ausgeschlossen sind. Was in der Praxis selten passiert, weil der Magen als Erklärung bequemer ist. Mundgeruch ist damit kein Hinweis auf den Magen. Er ist ein Frühwarnsignal aus dem Mund. Was der konkrete Geruch des Hundeatems verrät und wann der Tierarztbesuch dringend wird, zeigt der ausführliche Artikel zum Mundgeruch beim Hund.

Welche Hunde besonders gefährdet sind

Parodontitis kann jeden Hund treffen. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko deutlich.

Kleine Rassen unter 7 kg Endgewicht sind besonders gefährdet. Yorkshire Terrier, Malteser, Pudel, Chihuahuas und Dackel zeigen häufiger und früher Parodontitis als große Rassen. Der Grund liegt in der Anatomie. Auf engem Raum stehen die Zähne dicht beieinander, Zahnzwischenräume sind schwerer zu reinigen und Zahnfleischtaschen entwickeln sich schneller. Mehr dazu im Artikel zur Zahnpflege kleiner Hunderassen.

Brachycephale Rassen wie Mops, Cavalier King Charles, Französische Bulldogge und Boxer gehören unabhängig vom Gewicht zur Risikogruppe. Bei ihnen verteilen sich die Zähne auf einem stark verkürzten Kiefer, was Fehlstellungen und Engstände begünstigt.

Senior-Hunde haben über Jahre Bakterien angesammelt. Wer in jungen Jahren keine konsequente Kontrolle der Bakterien betrieben hat, zeigt ab dem 7. Lebensjahr oft fortgeschrittene Stadien.

Hunde mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Immunschwächen zeigen häufiger Parodontitis, weil das Immunsystem die Bakterien-Belastung schwerer kontrolliert.

Verbindung zu resorptiven Läsionen

Parodontitis tritt oft gemeinsam mit resorptiven Läsionen auf. Beide Erkrankungen haben einen gemeinsamen Faktor: die bakterielle Belastung im Mund. Wer Parodontitis vorbeugt, schafft auch ein Umfeld, in dem resorptive Läsionen seltener oder langsamer entstehen.

Was Sie zu Hause tun können

Erstens: täglich in den Mund schauen. Veränderungen am Zahnfleisch, Beläge oder Geruchsänderungen sollten Sie früh erkennen. Wie das stressfrei gelingt, zeigt der Artikel zur Hund Zähne untersuchen.

Zweitens: konsequente Kontrolle der Bakterien. Eine tägliche Routine reduziert die Keimlast und stabilisiert das Mund-Mikrobiom. Genau hier wirken die QCHEFS Zahnputzflocken.

Drittens: regelmäßige tierärztliche Vorsorge. Eine Zahnreinigung mit Dentalröntgen alle 1 bis 2 Jahre deckt auf, was von außen nicht sichtbar ist. Das ist der Unterschied zwischen oberflächlicher Pflege und echter Vorsorge.

Warum Zahnstein entfernen allein nicht reicht

Zahnstein zu entfernen ist sinnvoll und manchmal notwendig. Doch die Ursache ist nicht beseitigt. Nach der professionellen Reinigung beginnt der Kreislauf von vorn, wenn die Bedingungen im Mund unverändert bleiben. Bakterien bauen neuen Biofilm auf. Plaque mineralisiert erneut. Zahnstein kehrt zurück.

Das liegt nicht an mangelnder Sorgfalt. Es liegt daran, dass Bakterien sich täglich neu etablieren, solange das bakterielle Gleichgewicht im Mund gestört ist. Wer den Kreislauf durchbrechen will, muss die Bakterien täglich kontrollieren. Die AAHA Dental Care Guidelines 2019 von Bellows und Kollegen empfehlen die tägliche häusliche Kontrolle der Plaque als zentrales Element der Zahnpflege bei Hund und Katze.

Wie QCHEFS unterstützt

Peptid-Zahnpflege ist eine natürliche Methode der Zahnpflege, bei der antibakterielle Peptide aus einem speziellen Milchprotein die Plaquebakterien im Mund kontrollieren – die Hauptursache von Mundgeruch und Zahnstein. Statt mechanischem Putzen setzt sie an der bakteriellen Ursache an.

Die natürlichen antibakteriellen Peptide im speziellen Milchprotein der QCHEFS Zahnputzflocken unterstützen die eigene Abwehr im Speichel und reduzieren schädliche Bakterien im Mund. Dadurch stabilisiert sich das bakterielle Gleichgewicht. Beläge gehen zurück. Die systemische Belastung nimmt ab.

Besonders wirksam ist die tägliche Anwendung über die Schleckmatte. Die Zunge wird als natürlichen Applikator genutzt und die Peptide werden im ganzen Mund verteilt. Mehr im Artikel zur Schleckmatte für den Hund.

Das spezielle Milchprotein als Träger der Peptide hat alle Aminosäuren und ist hochwertiges Protein ohne Laktose. Nicht mit Supermarktprodukten vergleichbar.

Für ältere Hunde, Hunde mit Magen-Darm-Themen, nach Antibiotika oder Wurmkur ist die QCHEFS Zahnputzkohle die passende Ergänzung. Sie reduziert zuerst die Mundbakterien und kann zusätzlich Leber, Nieren und Darm entlasten. Ohne Vitamine zu binden, ist sie dauerhaft anwendbar.

Dentalröntgen als unverzichtbares Werkzeug

Ein Blick in den Mund zeigt nur die Oberfläche. Parodontitis entwickelt sich unter dem Zahnfleisch. An der Wurzel, im Knochen, in Bereichen, die kein Auge erreicht. Dentalröntgen ist deshalb kein optionaler Zusatz, sondern die einzige Möglichkeit, den tatsächlichen Zustand zu beurteilen.

Knochenabbau, Wurzelveränderungen und Abszesse unterhalb der Zahnfleischlinie bleiben beim bloßen Hinschauen verborgen. Wer nur behandelt, was sichtbar ist, behandelt nicht die Ursache

Spezialisierte Tierärzte fordern Dentalröntgen heute standardmäßig, um das Wesentliche nicht zu übersehen.

Wann sofort zum Tierarzt

Bestimmte Anzeichen gehören zeitnah in die Tierarztpraxis. Anhaltender Mundgeruch trotz regelmäßiger Zahnpflege. Blutungen am Zahnfleisch beim Fressen oder Spielen. Verändertes Fressverhalten oder einseitiges Kauen. Sichtbare Schwellungen im Kiefer- oder Zahnfleischbereich. Übermäßiges Speicheln oder Kratzen am Mund. Empfindlichkeit beim Berühren des Mundbereichs. Lockere Zähne.

In all diesen Fällen reicht tägliche Pflege allein nicht. Diagnostik und Behandlung kommen zuerst. Mit konsequenter Kontrolle der Bakterien wird die gesunde Mundflora danach wieder aufgebaut und dauerhaft gehalten.

Fazit: Wer Zähne pflegt, schützt die Gesundheit

Parodontitis beim Hund beginnt im Mund. Aber sie bleibt nicht dort. Plaque-Bakterien gelangen über entzündetes Zahnfleisch in die Blutbahn und über den Speichel in den Darm. Sie belasten Herz, Nieren, Leber und Darm. Oft über Jahre wird kein Zusammenhang mit der Mundgesundheit hergestellt.

Früh handeln bedeutet mehr als saubere Zähne. Es bedeutet, dem gesamten Organismus des Hundes einen echten Dienst zu erweisen. Nicht durch Überdecken. Nicht durch einmaliges Entfernen. Sondern durch tägliche Kontrolle der Ursache. Der Schlüssel zu gesunden Zähnen und einem entlasteten Organismus liegt bei den Bakterien.

Jetzt die richtige Zahnpflege für Ihren Hund

Parodontitis beim Hund beginnt im Mund. Die Lösung auch. Wer die Bakterien täglich kontrolliert, schützt nicht nur die Zähne, sondern Herz, Nieren, Leber und Darm gleich mit. Die QCHEFS Zahnputzflocken für Hunde sind die einfache Basis für die tägliche Kontrolle der Bakterien. Für ältere Hunde, Hunde mit Antibiotika-Phase oder Magen-Darm-Themen ist die QCHEFS Zahnputzkohle die passende Ergänzung. Beide Produkte gibt es im QCHEFS Shop und bei über 1.000 Tierärzten und Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hinter den Produkten steht ein Familienunternehmen aus Bayern, das seit über 10 Jahren am oralen Biofilm forscht und in 30 Länder liefert.

Häufige Fragen zu Parodontitis beim Hund

Was ist Parodontitis beim Hund?

Parodontitis ist die Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats. Sie beginnt als Zahnfleischentzündung und greift ohne Behandlung Wurzelhaut, Zahnzement und Kieferknochen an. Sie ist die häufigste Erkrankung der Mundhöhle beim Hund.

Ja. Bakterien aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen über die Blutbahn zu den Herzklappen. Studien an über 59.000 Hunden belegen ein deutlich erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen bei Hunden mit fortgeschrittener Parodontitis.

Bakterien und Toxine aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen über die Blutbahn in die Nieren. Chronische Belastung durch orale Bakterien erhöht das Risiko für Niereninsuffizienz beim Hund deutlich.

Oft bereits ab dem 2. Lebensjahr. Im Alter von 5 Jahren haben 4 von 5 Hunden eine nachweisbare Parodontitis. Meist bemerken es die Halter nicht.

Kleine Rassen unter 7 kg Endgewicht wie Yorkshire Terrier, Malteser, Pudel, Chihuahuas und Dackel zeigen häufiger und früher Parodontitis. Brachycephale Rassen wie Mops, Cavalier King Charles und Französische Bulldogge gehören unabhängig vom Gewicht zur Risikogruppe.

Nein, in den meisten Fällen nicht. Etwa 80 bis 90 % des Mundgeruchs entstehen im Mund selbst. Anaerobe Bakterien in Plaque und Zahnstein produzieren Schwefel. Der Bauch ist selten die Ursache.

Weil nur das Symptom behandelt wird, nicht die Ursache. Bakterien bauen neuen Biofilm auf, Plaque mineralisiert erneut, Zahnstein kehrt zurück. Entscheidend ist die tägliche Kontrolle der Bakterien im Mund.

Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, Blutungen beim Fressen, anderes Kauverhalten oder Empfindlichkeit im Mundbereich sind frühe Hinweise. Dentalröntgen macht tiefer liegende Veränderungen sichtbar.

Einmal entstandene Schäden am Zahnhalteapparat sind nicht reversibel. Was behandelt werden kann, ist das Fortschreiten. Frühzeitige Diagnose und Kontrolle der Bakterien verlangsamen die Erkrankung deutlich.

Ja. Hunde mit fortgeschrittener, unbehandelter Parodontitis verlieren im Durchschnitt 2 bis 3 Lebensjahre. Die systemische Belastung von Herz, Nieren und Leber ist der entscheidende Faktor.

Die intensivste Anwendung sind die QCHEFS Zahnputzflocken, 2 x täglich auf Leckerei oder Biokokos von der Schleckmatte. Bei fortgeschrittener Parodontitis oder Senior-Hunden ist die QCHEFS Zahnputzkohle sinnvoll, weil sie zusätzlich Leber, Nieren und Darm entlastet.

Im Alltag werden beide Begriffe gleichbedeutend verwendet. Medizinisch korrekt ist „Parodontitis“ (die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats); „Parodontose“ ist der verbreitete umgangssprachliche Ausdruck dafür.

Wissenschaftliche Quellen

Glickman LT, Glickman NW, Moore GE, Goldstein GS, Lewis HB. Evaluation of the risk of endocarditis and other cardiovascular events on the basis of the severity of periodontal disease in dogs. Journal of the American Veterinary Medical Association 2009;234(4):486–494. Historische Kohortenstudie an 59.296 Hunden mit Beleg für den Zusammenhang zwischen Schweregrad der Parodontitis und erhöhtem Risiko für Endokarditis und kardiovaskuläre Erkrankungen. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19222358

Xu Q, Wang W, Li Y, Cui J, Zhu M, Liu Y, Liu Y. The oral-gut microbiota axis: a link in cardiometabolic diseases. npj Biofilms and Microbiomes 2025;11(1):11. Übersichtsarbeit zur Verbindung von Mundflora und Darmflora mit Beschreibung der enteralen, hämatogenen und immunologischen Kommunikationswege zwischen Mund- und Darmmikrobiom. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39794340

Bellows J, Berg ML, Dennis S, Harvey R, Lobprise HB, Snyder CJ, Stone AES, Van de Wetering AG. 2019 AAHA Dental Care Guidelines for Dogs and Cats. Journal of the American Animal Hospital Association 2019;55(2):49–69. Internationale Leitlinie zur Heim- und Praxis-Zahnpflege mit Empfehlung der täglichen häuslichen Kontrolle der Plaque als zentrales Element. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30776257

QCHEFS Zahnputzkohle vorgestellt von Anke Nagler –natürliche Zahnpflege mit Zahnputzkohle für Hunde–Katzen – bei Zahnstein und sensibler Verdauung

Über die Wissenschaftlerin

Anke Nagler     
Diplom-Mikrobiologin | Gründerin von QCHEFS
Orale Biofilmforschung | Natürliche Bakterien
Kontrolle bei Hund, Katze und Pferd

Anke Nagler verbindet Mikrobiologie mit eigener Produktentwicklung und Produktion. Ihr Schwerpunkt ist die natürliche Bakterienkontrolle im Mund von Hund, Katze und Pferd.

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