Niereninsuffizienz Hund: Die verlorenen Lebensjahre
Senior-Hund liegt ruhig neben seinem Halter: Niereninsuffizienz beim Hund kann lange unbemerkt bleiben, frühe Mund-Pflege unterstützt die tägliche Vorsorge.

Niereninsuffizienz Hund: Die verlorenen Lebensjahre

Niereninsuffizienz beim Hund kostet Lebensjahre. Die Krankheit schreitet still und langsam voran. Bis die Diagnose kommt, sind oft schon 70 % der Nieren zerstört.

Dieser Prozess lässt sich verlangsamen, wenn der Halter einen Hebel früh erkennt: den Mund. Plaquebakterien aus entzündetem Zahnfleisch wandern ständig über die Blutbahn zu den Nieren und belasten das Filtergewebe zusätzlich. Laut Glickman und Kollegen (2011) haben Hunde mit fortgeschrittener Parodontitis ein 2,7-fach erhöhtes Risiko für chronische Niereninsuffizienz. Wer das früh versteht, gewinnt für seinen Hund mehr Zeit und mehr Lebensqualität.

Niereninsuffizienz Hund: Warum die Nieren langsam und leise versagen

Die Nieren kompensieren den Verlust von Filterkörpern so lange, dass Halter erst bei etwa 70 % Funktionsverlust die Symptome bemerken. Tag und Nacht filtern sie Toxine aus dem Blut. Sie regulieren Wasser, Mineralien und den Haushalt von Säuren und Basen. Bei einem gesunden Hund läuft das jahrelang reibungslos. Und solange genug Filter da sind, merkt der Halter nichts.

Genau das macht die Niereninsuffizienz beim Hund so tückisch. Selbst wenn 30 oder 40 % der Filter schon zerstört sind, ist noch alles normal. Erst wenn die Reserve aufgebraucht ist, zeigen sich Symptome: viel Trinken, vermehrtes Urinieren, Gewichtsverlust, glanzloses Fell, Mundgeruch.

Doch was zerstört ist, kommt nicht zurück. Die Tierärztin kann den Verlauf bremsen, nicht aber rückgängig machen. Genau deshalb ist Vorbeugung so entscheidend.

Wie Plaquebakterien die Nieren belasten

Plaquebakterien wandern ständig über die Blutbahn zu den Nieren und belasten dort das Filtergewebe, lange bevor Symptome auftreten. Im Mund eines erwachsenen Hundes leben Millionen Bakterien. Stimmt das Gleichgewicht, ist alles gut. Bei Parodontitis, Zahnabszessen oder fortgeschrittenem Zahnstein kippt es. Krankmachende Bakterien gewinnen die Oberhand und vermehren sich in den entzündeten Zahnfleischtaschen.

Bakterien und Toxine aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen über die Blutbahn zu Herz und Nieren. Über den Speichel gelangen sie in den Darm. Bei einem gesunden Hund gleicht das Immunsystem das aus. Bei einem Hund mit angeschlagenen Nieren wird daraus eine tägliche Zusatzbelastung, die der Körper nicht mehr verkraftet.

Niereninsuffizienz beim Hund: Plaquebakterien aus dem Mund können über die Blutbahn zu den Nieren gelangen und die geschwächten Nieren zusätzlich belasten.

Was die Studien zeigen

Hunde mit Stadium 3 oder 4 Parodontitis haben ein 2,7-fach erhöhtes Risiko für chronische Niereninsuffizienz. Bei Stadium 1 ist es bereits 1,8-fach, bei Stadium 2 bereits 2-fach erhöht. Das Risiko steigt mit der Schwere der Parodontitis. Die Studie von O’Neill und Kollegen (2013) an über 107.000 Hunden zeigt: Parodontitis war mit 30,3 % die häufigste Begleiterkrankung bei Hunden mit chronischer Niereninsuffizienz. Erkrankung im Mund und Erkrankung der Nieren treten regelmäßig zusammen auf. Das ist kein Zufall.

Wer den Mund früh kontrolliert, schützt auch Herz und Nieren. Die Verbindung von Mund und Herz zeigt der Artikel zu Herzgeräusch beim Hund. Mehr zur frühen Erkennung von Zahnfleischproblemen im Artikel zu Zahnfleischbluten beim Hund.

Niereninsuffizienz Hund: Welche Hunde besonders gefährdet sind

Ältere Hunde über 8 Jahren, kleine Rassen unter 7 Kilogramm und Hunde mit chronischer Parodontitis tragen das höchste Risiko für Niereninsuffizienz. 4 Gruppen sollten Halter kennen.

Ältere Hunde ab 8 Jahren. Die natürliche Abwehr im Speichel lässt nach. Die Nieren sind nicht mehr so leistungsfähig wie früher. Probleme im Mund summieren sich über die Jahre.

Kleine Hunderassen unter 7 Kilogramm. Chihuahua, Yorkshire Terrier, Malteser, Pomeranian, Toy-Pudel. Bei diesen Rassen sitzen die Zähne enger im kleinen Kiefer. Zahnstein und Parodontitis entwickeln sich schneller, oft schon mit 5 bis 6 Jahren. Mehr zur Risikogruppe im Artikel zur Zahnpflege bei kleinen Hunderassen.

Brachycephale Rassen. Mops, Französische Bulldogge, Cavalier King Charles. Die kurze Schnauze führt zu Zahnfehlstellungen und erschwerter Reinigung.

Hunde mit chronischen Krankheiten. Diabetes, Cushing, Herzschwäche. Diese Krankheiten schwächen das Immunsystem und machen Entzündungen im Mund häufiger. Umgekehrt belasten Mundbakterien die ohnehin geschwächten Organe zusätzlich.

Was der Tierarzt tun kann

Die tierärztliche Behandlung umfasst Blutbild, Urinanalyse, Ultraschall, Infusionen, Nierendiät, Phosphatbinder und Blutdrucksenker. Das ist die medizinische Säule der Behandlung. Sie ist unverzichtbar.

Was die Tierärztin nicht leisten kann: Bakterien im Mund täglich kontrollieren. Die tierärztliche Munduntersuchung findet 1-mal jährlich statt. Die Kontrolle der Plaquebakterien im Alltag ist Aufgabe des Halters. Genau hier liegt der unterschätzte Hebel.

QCHEFS ist Vorsorge und unterstützt die Therapie. Tägliche Pflege und tierärztliche Vorsorge sind 2 gleichwertige Säulen. Der Halter kontrolliert täglich die Plaquebakterien. Der Tierarzt prüft, was unter dem Zahnfleisch passiert. Beide Säulen zusammen ergeben das beste Ergebnis.

Niereninsuffizienz Hund: Warum QCHEFS doppelt wirkt

QCHEFS Zahnputzflocken kontrollieren Plaquebakterien im Mund des Hundes. Die antibakteriellen Peptide aus speziellem Milchprotein lagern sich an die Zellwände der Bakterien an und stoppen deren Vermehrung. Wenn die Entzündung im Zahnfleisch zurückgeht, wandern weniger Bakterien über die Blutbahn zu den Nieren. Das ist die erste Wirkung.

Die zweite Wirkung kommt über den Darm. Die QCHEFS Zahnputzkohle enthält anorganische Pflanzenkohle, die Nierentoxine im Darm bindet und über den Stuhl ausscheidet. Die Nieren werden entlastet, ohne dass Vitamine verloren gehen. Das Prinzip ist unter dem Namen AST-120 (Kremezin) in der Humanmedizin seit Jahren bei chronischer Niereninsuffizienz im Einsatz. QCHEFS hat dieses Prinzip für Tiere adaptiert.

Im Mund kontrollieren die Peptide die Plaquebakterien. Im Darm bindet die Pflanzenkohle Toxine und entlastet die Nieren. Ohne Nebenwirkungen, ohne Altersgrenze.

Wie die Anwendung in der Praxis aussieht

QCHEFS wird täglich nach dem Futter als Nachtisch gegeben. Nicht ins Futter mischen. Die Peptide müssen sich im Mund verteilen und dort wirken. Auf der Schleckmatte mit etwas Joghurt oder Quark. Oder vom Finger unter die Lefzen streichen. Beim Schlecken verteilt die Hundezunge die Peptide gleichmäßig über alle Zahnflächen und den Zahnfleischrand. Was Schleckmatten noch können, zeigt der Artikel zur Schleckmatte für den Hund.

Die Zeitachse: Was wann passiert

Nach etwa 1 bis 2 Wochen geht der Mundgeruch zurück. Das ist das erste Zeichen: Die Bakterienlage verändert sich. Zahnstein wird porös und löst sich je nach Mineralisierung und Dicke in 2 bis 6 Monaten stückweise ab. Setzt man die Kontrolle der Bakterien fort, bleiben saubere Zähne sauber und die Nieren sind entlastet.

Die geschädigten Filter in den Nieren regenerieren sich nicht. Doch wenn die Nieren weniger Bakterien und Toxine filtern müssen, sind sie entlastet und können länger funktionieren. Auch das Fortschreiten der Krankheit wird verlangsamt.

QCHEFS ersetzt nicht die tierärztliche Behandlung. QCHEFS unterstützt die Therapie. Wer beide Säulen nutzt, gewinnt mehr Zeit und mehr Lebensqualität für seinen Hund. Hunde mit chronischer Parodontitis verlieren bis zu 2 bis 3 Jahre an Lebenserwartung. Die ganze Pflegeroutine zeigt der Artikel zur natürlichen Zahnpflege beim Hund.

Wann ein Notfall vorliegt

Plötzliches Erbrechen, völlige Futterverweigerung, Apathie, Krampfanfälle, blutiger Urin oder Atemnot können auf einen akuten Nierenschub hindeuten und sind ein Notfall. Sofort tierärztliche Hilfe.

Auch bei tiefen Zahnfleischtaschen, lockeren Zähnen oder Verdacht auf Zahnabszess muss die Tierärztin ran. Die AAHA Dental Care Guidelines von Bellows und Kollegen (2019) empfehlen für jede professionelle Zahnreinigung Vollnarkose plus Dentalröntgen. Bei älteren Hunden mit Niereninsuffizienz ist Narkose besonders heikel und erfordert eine sehr erfahrene Tierärztin mit speziellem Narkoseprotokoll. Vorher Blutwerte prüfen, danach engmaschig betreuen. Was ein Zahnabszess beim Hund konkret bedeutet, zeigt der Artikel Zahnabszess Hund.

Was Halter heute schon tun können

Nicht warten, bis die Diagnose kommt. Zahnpflege beginnt früh, idealerweise schon mit dem Welpen. Bei einem jungen Hund ist die tägliche Kontrolle der Plaquebakterien die beste Vorsorge gegen genau die Niereninsuffizienz, die später viele Hunde trifft.

Und bei einem erwachsenen oder älteren Hund ist es nie zu spät, anzufangen. Auch wenn die Diagnose schon da ist, kann tägliche Pflege das Fortschreiten verlangsamen. Wie der stressfreie Blick in den Hundemund trainiert wird, zeigt der Artikel Hund Zähne untersuchen.

Mehr Lebensjahre für Ihren Hund

Bei Hunden mit Nierenproblemen macht die Zahnputzkohle den Unterschied. Im Mund kontrollieren die Peptide die Plaquebakterien. Im Darm bindet die Pflanzenkohle Toxine und entlastet die Nieren. Ohne Nebenwirkungen, ohne Altersgrenze. Erhältlich im QCHEFS Shop und bei über 1.000 Tierärzten und Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus einem Familienunternehmen in Bayern, das seit über 10 Jahren am oralen Biofilm forscht und in 30 Ländern im Einsatz ist.

Häufige Fragen zur Niereninsuffizienz beim Hund

Hilft QCHEFS bei Niereninsuffizienz wirklich?

Niereninsuffizienz lässt sich nicht rückgängig machen, aber verlangsamen. QCHEFS reduziert die zusätzliche Belastung durch Plaquebakterien, die ständig über Blutbahn und Darm zu den Nieren wandern. Die Zahnputzkohle bindet zusätzlich Toxine im Darm. So sind die Nieren entlastet.

Ja. Nur natürliche Inhaltsstoffe, ohne Risikostoffe. Auch Hunde mit Niereninsuffizienz vertragen es, da die Menge als Zahnpflege vernachlässigbar ist. Das Milchprotein als Träger der Peptide ist hochwertig und wird schon im Magen verdaut.

QCHEFS Zahnputzkohle wirkt doppelt. Im Mund kontrollieren die Peptide die Bakterien. Im Darm bindet die Pflanzenkohle Toxine, die sonst die Nieren belasten. Das kann die Nierenwerte verbessern.

Ja. Die antibakteriellen Peptide kontrollieren die Bakterien im Mund. Plaque wird weniger, die Entzündung geht zurück und der Zahnstein wird porös. Er löst sich je nach Mineralisierung und Dicke in 2 bis 6 Monaten stückweise ab.

Sehr gut. Als Zahnpflege mit hochwertigem Eiweiß, das schon im Magen verdaut wird. QCHEFS ergänzt die Diät und ersetzt sie nicht. Auch für Hunde geeignet, die sonst vieles nicht vertragen.

Plaquebakterien wandern weiter über die Blutbahn zu den Nieren. Die ohnehin geschwächten Nieren werden zusätzlich belastet. Die Krankheit schreitet schneller fort. Schmerzen im Mund führen zu schlechterem Fressen. Das belastet die Nieren und den Darm weiter.

Ja. Eine Untersuchung des Mundes gehört zur Vorsorge beim älteren Hund. Sprechen Sie ihn offen darauf an. Tägliche QCHEFS zu Hause und tierärztliche Kontrolle 1-mal jährlich sind die beste Kombination.

Mundgeruch, Zahnstein, gerötetes Zahnfleisch, einseitiges Kauen, Speicheln, Pfote am Mund, Futterverweigerung. Bei Verdacht zum Tierarzt.

Ältere Hunde ab 8 Jahren, kleine Rassen unter 7 Kilogramm, brachycephale Rassen wie Mops und Cavalier King Charles, Hunde mit chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Herzschwäche.

Bakterien muss man täglich kontrollieren, bei Mensch und Tier. Hört man auf, vermehren sich die Bakterien wieder unkontrolliert.

Die Kontrolle der Plaquebakterien ist ein zentraler Hebel, der immer noch unterschätzt wird. Zahnpflege ist Schutz für die Nieren und damit Gewinn an Lebensjahren.

Wissenschaftliche Quellen

Glickman LT, Glickman NW, Moore GE, Lund EM, Lantz GC, Pressler BM. Association between chronic azotemic kidney disease and the severity of periodontal disease in dogs. Preventive Veterinary Medicine 2011;99(2–4):193–200. Retrospektive Studie an über 164.000 Hunden mit Beleg, dass Hunde mit Stadium 3 oder 4 Parodontitis ein 2,7-fach erhöhtes Risiko für chronische Niereninsuffizienz haben. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21345505

O’Neill DG, Elliott J, Church DB, McGreevy PD, Thomson PC, Brodbelt DC. Chronic Kidney Disease in Dogs in UK Veterinary Practices: Prevalence, Risk Factors, and Survival. Journal of Veterinary Internal Medicine 2013;27(4):814–821. Epidemiologische Studie an über 107.000 Hunden mit Beleg, dass Parodontitis mit 30,3 % die häufigste Begleiterkrankung bei Hunden mit chronischer Niereninsuffizienz ist. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23647231

Bellows J, Berg ML, Dennis S, Harvey R, Lobprise HB, Snyder CJ, Stone AES, Van de Wetering AG. 2019 AAHA Dental Care Guidelines for Dogs and Cats. Journal of the American Animal Hospital Association 2019;55(2):49–69. Internationale Leitlinien zur professionellen Zahnreinigung mit Vollnarkose und Dentalröntgen als Standard. Beschreibt die systemischen Folgen unbehandelter Parodontalerkrankungen einschließlich der Belastung von Nieren, Herz und Leber. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30776257

QCHEFS Zahnputzkohle vorgestellt von Anke Nagler –natürliche Zahnpflege mit Zahnputzkohle für Hunde–Katzen – bei Zahnstein und sensibler Verdauung

Über die Wissenschaftlerin

Anke Nagler     
Diplom-Mikrobiologin | Gründerin von QCHEFS
Orale Biofilmforschung | Natürliche Bakterien
Kontrolle bei Hund, Katze und Pferd

Anke Nagler verbindet Mikrobiologie mit eigener Produktentwicklung und Produktion. Ihr Schwerpunkt ist die natürliche Bakterienkontrolle im Mund von Hund, Katze und Pferd.

Folgen Sie der Expertin auf Linkedin.

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Blogartikel

Bewertung schreiben

Vielen Dank – Ihre Erfahrung hilft auch anderen Kunden. Wir freuen uns auf Ihre Bewertungen!
Wir prüfen eingehende Bewertungen auf ihre Echtheit. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach erfolgreicher Prüfung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert