Verfasst von Anke Nagler · Diplom-Mikrobiologin
Hund frisst Gras- was bedeutet das ? Grasfressen ist bei Hunden weit verbreitet und in den allermeisten Fällen völlig normales Verhalten, kein Zeichen von Krankheit. Die meisten Hunde wirken vor dem Grasen nicht krank und erbrechen danach auch nicht. Wahrscheinliche Gründe sind ein angeborener Instinkt, der Geschmack, Langeweile und das Bedürfnis nach Ballaststoffen. Nur selten steckt ein Magen-Darm-Thema dahinter. Häufiges Grasen mit anschließendem Erbrechen, Mattigkeit oder Gewichtsverlust gehört tierärztlich abgeklärt.
Viele Halter sorgen sich, wenn der Hund auf dem Spaziergang Gras frisst. Dieser Artikel ordnet ein, wann es normal ist und wann nicht. Mehr im Artikel zur natürlichen Zahnpflege beim Hund.
Hund frisst Gras: meistens völlig normal
Die wichtigste Entwarnung zuerst: Grasfressen ist normales Hundeverhalten. Untersuchungen an über 1.000 Hunden zeigen, dass die große Mehrheit regelmäßig Gras frisst, ohne krank zu wirken und ohne danach zu erbrechen. Ein Verhalten, das bei rund 3 von 4 Hunden vorkommt, ist kein Krankheitszeichen.
Die alte Annahme, Hunde würden Gras fressen, um sich zu erbrechen, gilt heute als überholt. Nur ein kleiner Teil der Hunde erbricht nach dem Grasen. Wenn Ihr Hund also gelegentlich grast, munter ist und normal frisst, ist das kein Grund zur Sorge.
Hund frisst Gras: die wahrscheinlichen Gründe
Einen einzelnen, bewiesenen Grund gibt es nicht. Diese Erklärungen gelten als am wahrscheinlichsten.
| Grund | Hintergrund |
|---|---|
| Angeborener Instinkt | auch wilde Verwandte fressen Pflanzen |
| Geschmack und Textur | frisches Gras schmeckt vielen Hunden |
| Ballaststoffe | Pflanzenfasern unterstützen die Verdauung |
| Langeweile | Grasen als Beschäftigung auf dem Spaziergang |
| Magen-Darm-Bedürfnis | selten, eher bei empfindlichen Hunden |
Interessant ist der Ballaststoff-Aspekt: In einem dokumentierten Fall fraß ein Hund über Jahre täglich Gras und erbrach, bis eine ballaststoffreiche Ernährung das Verhalten beendete, wie Kang und Kollegen (2007) beschreiben. Das zeigt, dass bei manchen Hunden ein Verdauungsbedürfnis mitspielen kann, auch wenn das die Ausnahme ist.
Hund frisst Gras: der empfindliche, sensible Hund
Manche Hunde haben einen empfindlichen Magen und eine sensible Verdauung. Bei ihnen kann Grasen mit dem Bedürfnis zusammenhängen, den Magen-Darm-Trakt zu beruhigen. Hier lohnt eine natürliche Unterstützung, die die Verdauung sanft begleitet, ohne Nebenwirkungen.
Grünes Gras ist von Natur aus reich an Vitamin K1, das vor allem in grünen Pflanzen vorkommt und wichtig für die Blutgerinnung ist. Ob das beim Grasen eine Rolle spielt, ist nicht abschließend geklärt, es zählt zu den möglichen Erklärungen neben Instinkt, Geschmack und Ballaststoffen. Die Zahnputzflocken und die Zahnputzkohle enthalten durch die besonders schonende Herstellung von Natur aus Vitamin K1. So lässt sich der empfindliche Hund mit Zahnputzflocken nach dem Futter natürlich begleiten.
Die Zahnputzkohle sind Zahnputzflocken mit einem kleinen Anteil Pflanzenkohle. Im Mund und im Magen wirken die bioaktiven Peptide im speziellen Milchprotein. Sie putzen die Zähne und unterstützen einen ruhigen Magen. Die Zahnputzflocken sitzen in den Poren der Kohle. So kann sie kaum Gesundes binden. Erst im Darm, wenn die Zahnputzflocken verdaut sind, wird die Kohle frei und bindet dort belastende Stoffe. So profitieren Zähne und Verdauung zugleich. Das sorgt für mehr Wohlbefinden bei empfindlichen Tieren, ganz natürlich und ohne Nebenwirkungen.
Der Darm ist ein wichtiges Immun- und Stoffwechselorgan, dessen Bakterien über ihre Stoffwechselprodukte den ganzen Körper beeinflussen, wie Suchodolski (2022) zeigt. Ein ruhiges, stabiles Darmmilieu ist deshalb die beste Begleitung für den empfindlichen Hund. Mehr im Artikel zur Darmflora beim Hund und zur Schonkost für den Hund.
Hund frisst Gras und erbricht: wann es ein Warnzeichen ist
Tierarzt: gelegentliches Grasen ist harmlos. Bei diesen Zeichen sollte die Ursache abgeklärt werden.
- Der Hund frisst plötzlich sehr viel mehr Gras als sonst
- Häufiges Erbrechen nach dem Grasen
- Würgen, Speicheln oder sichtbares Unwohlsein
- Mattigkeit, Appetitverlust oder Gewichtsverlust
- Durchfall oder Blut im Erbrochenen
- Hastiges, gieriges Grasen wie unter Zwang
In diesen Fällen kann ein Magen-Darm-Problem dahinterstecken. Der Tierarzt klärt die Ursache nach evidenzbasierten Standards, wie Bellows und Kollegen (2019) sie beschreiben. Mehr in den Artikeln zum Hund, der erbricht und zum Hund, der würgt.
Hund frisst Gras: was Halter tun können
Solange der Hund munter ist, braucht gelegentliches Grasen keine Maßnahme. Wer es dennoch begleiten möchte, kann auf diese Punkte achten.
- Gespritzte oder gedüngte Flächen meiden, dort lauert Vergiftungsgefahr
- Auf giftige Pflanzen am Wegrand achten
- Für genug Beschäftigung sorgen, damit Grasen nicht aus Langeweile passiert
- Bei empfindlichem Magen die Verdauung natürlich unterstützen
- Ballaststoffe im Futter prüfen, etwa über geeignete Quellstoffe
Ein Hinweis zu Ballaststoffen: Quellstoffe wie Flohsamenschalen brauchen immer viel Wasser, mehr dazu im Artikel zu Flohsamenschalen beim Hund. Anwendung der Zahnputzflocken oder Zahnputzkohle: Nicht unters Futter mischen. Nach dem Futter auf die Schleckmatte mit Joghurt oder etwas Futter. So unterstützt man das Wohlbefinden und Zähne sind auch gleich geputzt.
Hund frisst Gras: meist normal, im Zweifel abklären
Grasfressen ist bei den meisten Hunden ein normales, harmloses Verhalten und kein Grund zur Sorge. Wer auf unbehandelte Flächen achtet und seinen Hund beobachtet, ist auf der sicheren Seite. Nur bei häufigem Erbrechen, Mattigkeit oder Gewichtsverlust gehört die Ursache zum Tierarzt. Für den empfindlichen, sensiblen Hund ist eine natürliche Unterstützung der Verdauung sinnvoll, die Zahnputzkohle begleitet Magen und Darm ohne Nebenwirkungen. Die Zahnputzflocken putzen die Zähne. QCHEFS ist ein bayerisches Familienunternehmen mit über 10 Jahren oraler Biofilmforschung. QCHEFS gibt es im QCHEFS Shop und bei über 1.000 Tierärzten und Händlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Versendet in 30 Länder. Mehr im Artikel zur Darmflora beim Hund und zur Schonkost für den Hund.
Häufige Fragen, wenn der Hund Gras frisst
Ist es normal, wenn mein Hund Gras frisst?
Ja. Grasfressen ist bei den meisten Hunden völlig normales Verhalten und kommt bei rund 3 von 4 Hunden vor. Solange der Hund munter ist und normal frisst, ist es kein Grund zur Sorge.
Frisst mein Hund Gras, weil ihm schlecht ist?
Meistens nicht. Die alte Annahme, Hunde fressen Gras zum Erbrechen, gilt als überholt. Nur ein kleiner Teil der Hunde erbricht nach dem Grasen.
Warum frisst mein Hund so viel Gras?
Wahrscheinliche Gründe sind Instinkt, Geschmack, Langeweile und ein Bedürfnis nach Ballaststoffen. Bei empfindlichen Hunden kann auch ein ruhebedürftiger Magen mitspielen.
Was hilft empfindlichen Hunden, die viel grasen?
Eine natürliche Begleitung der Verdauung und ein stabiles Darmmilieu. Die Zahnputzkohle unterstützt empfindliche Tiere natürlich und ohne Nebenwirkungen, während die Peptide einen ruhigen Magen begleiten.
Wann muss ich mit dem Grasfressen zum Tierarzt?
Bei plötzlich stark vermehrtem Grasen, häufigem Erbrechen, Würgen, Mattigkeit, Gewichtsverlust oder Blut im Erbrochenen. Dann kann ein Magen-Darm-Problem dahinterstecken.
Ist Gras vom Wegrand gefährlich?
Gespritzte, gedüngte Flächen und giftige Pflanzen sind ein Risiko. Achten Sie darauf, wo Ihr Hund grast und meiden Sie behandelte Wiesen und Felder.
Soll ich meinem Hund das Grasfressen verbieten?
Gelegentliches Grasen muss nicht verboten werden. Wichtig ist, die Fläche ist unbehandelt und frei von giftigen Pflanzen.
Soll ich QCHEFS ins Futter mischen?
Nein. QCHEFS gibt es als Nachtisch nach dem Futter auf die Schleckmatte mit Joghurt oder etwas Futter. Dann verteilen sich die Peptide im Mund und Magen.
Wissenschaftliche Quellen
Kang BT, Jung DI, Yoo JH, Park C, Woo EJ, Park HM. A high fiber diet responsive case in a poodle dog with long-term plant eating behavior. Journal of Veterinary Medical Science 2007;69(7):779-782. Fallbericht, in dem jahrelanges Grasfressen mit anschließendem Erbrechen durch eine ballaststoffreiche Ernährung beendet wurde. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17675815
Suchodolski JS. Analysis of the gut microbiome in dogs and cats. Veterinary Clinical Pathology 2022;50(Suppl 1):6-17. Übersichtsarbeit zum Darmmikrobiom bei Hund und Katze, beschreibt den Darm als wichtiges Immun- und Stoffwechselorgan. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34514619
Bellows J, Berg ML, Dennis S et al. 2019 AAHA Dental Care Guidelines for Dogs and Cats. Journal of the American Animal Hospital Association 2019;55(2):49-69. Internationale Leitlinien zur evidenzbasierten tierärztlichen Versorgung von Hund und Katze. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30776257
Über die Wissenschaftlerin
Anke Nagler
Diplom-Mikrobiologin | Gründerin von QCHEFS
Orale Biofilmforschung | Natürliche Bakterien
Kontrolle bei Hund, Katze und Pferd
Anke Nagler verbindet Mikrobiologie mit eigener Produktentwicklung und Produktion. Ihr Schwerpunkt ist die natürliche Bakterienkontrolle im Mund von Hund, Katze und Pferd.
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