Verfasst von Anke Nagler · Diplom-Mikrobiologin
Zahnfleischentzündung Hund – Ursachen, Symptome, Hilfe
Eine Zahnfleischentzündung beim Hund beginnt oft mit einem unscheinbaren Zeichen: Mundgeruch. Dahinter steckt keine Kleinigkeit, sondern gereiztes Zahnfleisch, das behandelt werden sollte, bevor es fortschreitet. Dieser Beitrag erklärt Ursachen, Anzeichen, Stadien, welche Hausmittel wirklich taugen und was zu Hause sowie beim Tierarzt hilft.
Zahnfleischentzündung betrifft die meisten Hunde
Zahnerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen beim Hund, ein sehr großer Teil aller Hunde ist im Lauf des Lebens betroffen. Das Risiko steigt mit dem Alter und ist bei kleinen Rassen unter 7 kg besonders hoch, weil die Zähne dort enger stehen. Früh erkannt, lässt sich eine Zahnfleischentzündung gut beeinflussen.
Mundgeruch ist das erste Alarmzeichen
Mundgeruch beim Hund ist kein Schönheitsmakel, sondern ein Alarmzeichen. Schon im Anfangsstadium einer Zahnfleischentzündung gelangen Bakterien mit toxischen Bestandteilen in den Körper und können Herz, Nieren und andere Organe belasten. Das kann bereits bei gering ausgeprägten Entzündungen geschehen. Spätestens beim ersten Mundgeruch sollten Sie Maulhöhle und Zahnfleisch kontrollieren, denn in diesem Stadium fressen die Hunde meist noch mit gewohntem Appetit.
Plaquebakterien sind die Hauptursache
Auslöser ist in den meisten Fällen Plaque am Zahnrand. Der Speichel des Hundes bildet eine eigene Abwehr gegen Bakterien. Reicht diese nicht aus, vermehren sich die Plaquebakterien ungebremst und reizen das Zahnfleisch. Begünstigend wirken:
- enge Zahnstellung bei kleinen und kurzköpfigen Rassen
- genetische Veranlagung
- Zahnstein als Angriffsfläche für weitere Bakterien
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Nierenprobleme
- eine geschwächte Abwehr im Speichel
fehlende tägliche Bakterienkontrolle im Mund
Diese Symptome verraten eine Zahnfleischentzündung beim Hund
Je früher Sie die Anzeichen erkennen, desto leichter lässt sich gegensteuern. Typisch sind:
- roter, geschwollener Saum am Zahnrand
- Mundgeruch
- blutiger Speichel oder Zahnfleischbluten beim Kauen
- langsameres Fressen oder Bevorzugen von weichem Futter
- einseitiges Kauen, Empfindlichkeit an der Schnauze
- Verweigern von Kauknochen und Zerrspielen
Gewichtsverlust oder allgemeine Schwäche bei längerem Verlauf
Unbehandelt wird aus Gingivitis eine Parodontitis
Die reine Zahnfleischentzündung heißt Gingivitis und ist in diesem Stadium noch umkehrbar. Bleibt sie unbehandelt, greift die Entzündung auf den Zahnhalteapparat über. Diese Parodontitis betrifft Kieferknochen und Zahnwurzeln und ist nicht mehr rückgängig zu machen, der Prozess lässt sich nur noch aufhalten. Deshalb zählt jeder Tag, an dem die Bakterien in Schach gehalten werden.
Mundbakterien belasten Herz und Nieren des Hundes
Eine Zahnfleischentzündung bleibt selten auf den Mund beschränkt. Bakterien und Toxine aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen über die Blutbahn zu Herz und Nieren. Über den Speichel gelangen sie in den Darm. Hunde mit fortgeschrittener Parodontitis haben ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Herzinnenhautentzündung (Anker: Glickman et al. 2009 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19750442/). Wer die Mundbakterien reduziert, entlastet den ganzen Körper.
Zahnfleischentzündung beim Hund selbst behandeln: welche Hausmittel taugen?
Viele Halter suchen nach einem Hausmittel oder wollen die Zahnfleischentzündung selbst behandeln. Ehrlich betrachtet taugen die kursierenden Hausmittel wenig: Apfelessig ist sauer und reizt entzündetes Zahnfleisch zusätzlich, Natron und Backpulver greifen den dünnen Zahnschmelz an, und algenbasierte Mittel bergen bei Dauergabe ein Jodrisiko für die Schilddrüse. Ein Gel überdeckt höchstens kurz den Geruch. Sinnvoll ist stattdessen die tägliche, schonende Kontrolle der Bakterien im Mund, während die Ursache selbst in tierärztliche Hand gehört. Eine bestehende Zahnfleischentzündung heilt kein Hausmittel, sie braucht den Tierarzt.
Tierarzt und QCHEFS sind zwei gleichwertige Säulen
Gute Mundgesundheit ruht auf zwei Säulen. Der Tierarzt prüft mit Dentalröntgen, was unter dem Zahnfleisch liegt, und behandelt unter Narkose, was nur dort behandelt werden kann. QCHEFS übernimmt den Teil, den der Halter täglich leisten kann: die Bakterien im Mund kontrollieren. Beide ergänzen sich, die eine Säule ersetzt die andere nicht. Bei bestehender Zahnfleischentzündung gilt: Täglich die Bakterien kontrollieren, das nimmt der Entzündung die Basis.
Antibakterielle Peptide bremsen die Bakterien gezielt
Wirkstoff der QCHEFS Zahnputzflocken ist ein spezielles Milchprotein. Es enthält von Natur aus antibakterielle Peptide. Diese haften an den Zellwänden der Bakterien und stoppen deren Vermehrung. Die Mundflora kommt zurück in Balance. Ohne neue Bakterienschichten wird vorhandener Zahnstein porös und löst sich über 2 bis 6 Monate.
Chemische Mittel wie Chlorhexidin wirken pauschal und greifen die gesamte Mundflora an. QCHEFS geht gezielt statt pauschal vor. Wie im Garten: Man reißt nicht den ganzen Rasen heraus, sondern jätet gezielt das Unkraut und lässt das Gesunde wachsen. Genauso bremsen die Peptide gezielt die schädlichen Bakterien und schonen die gesunde Mundflora.
Warum Käseknochen und nicht einfach Hüttenkäse?
Hüttenkäse oder Quark gehören ohnehin ins Futter, sie runden das Aminosäurenspektrum ab und erhöhen so die Verwertbarkeit des Fleisches. Und anders als die meisten Milchprodukte sind Quark und Hüttenkäse auch für laktoseempfindliche Hunde geeignet, weil der Milchzucker bei der Herstellung herausgewaschen wird. Die QCHEFS Käseknochen bringen mit ihrem hohen Hüttenkäseanteil zwei Dinge zusammen: Beim Kauen steigt der Speichelfluss, das unterstützt das Neutralisieren der Plaquesäuren und nutzt den mechanischen Abrieb. Zugleich sind sie durch die Kombination mit Buchweizen eine vollwertige Nahrungsergänzung mit natürlichen Vitaminen, auch B-Komplex, sowie Eisen, Magnesium, Zink, Kupfer und Mangan. Mehr dazu im Beitrag zu den Käseknochen.
Zahnputzflocken als Nachtisch richtig anwenden
Die Anwendung ist einfach und für jeden Hund geeignet:
- QCHEFS Zahnputzflocken als Nachtisch nach dem Futter, nie ins Futter gemischt, 1 TL bis 5 kg, 2 TL bis 12 kg, 3 TL ab 12 kg
- bei wählerischen Hunden ein paar Krümel mit etwas Joghurt oder vom Finger
- QCHEFS Zahnputzkohle für Seniorhunde, sie entlastet zusätzlich Darm und Nieren
QCHEFS Käseknochen als abendliches Kauleckerli
Die Flocken sind gut verträglich, frei von Laktose, Zucker und Zusätzen und mit 95 % im Pepsintest sehr gut verdaulich, auch für sensible und kranke Hunde. Gefertigt vom Familienunternehmen in Bayern.
Häufige Fragen zur Zahnfleischentzündung beim Hund
Was ist eine Zahnfleischentzündung beim Hund?
Eine durch Plaquebakterien ausgelöste Entzündung des Zahnfleischs, die im Frühstadium umkehrbar ist.
Kann ich eine Zahnfleischentzündung beim Hund selbst behandeln?
Zu Hause können Sie täglich die Bakterien im Mund kontrollieren und so vorbeugen. Eine bestehende Entzündung gehört zur Abklärung und Behandlung zum Tierarzt.
Welche Hausmittel helfen gegen Zahnfleischentzündung beim Hund?
Die meisten Hausmittel wie Apfelessig, Natron oder Algen wirken nicht gegen die Ursache oder schaden sogar. Sinnvoll ist die tägliche Bakterienkontrolle, die Ursache selbst gehört zum Tierarzt.
Wann muss mein Hund zum Tierarzt?
Bei Zahnfleischbluten, starker Rötung, anhaltendem Mundgeruch, Schmerz oder Fressunlust. Diese Zeichen sollten tierärztlich abgeklärt werden, bevor eine Parodontitis entsteht.
Über die Wissenschaftlerin
Anke Nagler
Diplom-Mikrobiologin | Gründerin von QCHEFS
Orale Biofilmforschung | Natürliche Bakterien
Kontrolle bei Hund, Katze und Pferd
Anke Nagler verbindet Mikrobiologie mit eigener Produktentwicklung und Produktion. Ihr Schwerpunkt ist die natürliche Bakterienkontrolle im Mund von Hund, Katze und Pferd.
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