Zahnfleischentzündung Katze: Hausmittel und Hilfe
Zahnfleischentzündung bei der Katze frühzeitig erkennen und die Zähne pflegen.

Zahnfleischentzündung Katze: Hausmittel und Hilfe

Verfasst von Anke Nagler · Diplom-Mikrobiologin

Zahnfleischentzündung Katze – Ursachen, Symptome, Hilfe

Eine Zahnfleischentzündung bei der Katze beginnt fast immer unbemerkt. Katzen verbergen Schmerzen, deshalb fällt das Problem oft erst auf, wenn die Katze schlechter frisst. Dabei ist eine Zahnfleischentzündung bei der Katze häufig, gut erkennbar und mit der richtigen Pflege beeinflussbar. Dieser Beitrag erklärt Ursachen, Anzeichen, Stadien, welche Hausmittel wirklich taugen und was zu Hause sowie beim Tierarzt hilft.

Rund 15 % der Katzen haben eine Zahnfleischentzündung

Zahnerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen der Katze. In einer großen britischen Auswertung von über 18.000 Katzen lag die Häufigkeit von Parodontalerkrankungen bei rund 15 % pro Jahr, betroffene Katzen waren im Mittel 9 bis 10 Jahre alt (Anker: O’Neill et al. 2023 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36912667/). Das Risiko steigt mit dem Alter, beginnt aber oft schon in jungen Jahren.

Plaquebakterien sind die Hauptursache der Zahnfleischentzündung

Auslöser ist in den meisten Fällen Plaque am Zahnrand. Untersuchungen an Katzen beschreiben verschiedene Muster der Zahnfleischentzündung und ihre Verbreitung (Anker: Girard et al. 2009 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19950514/). Der Speichel der Katze bildet eine eigene Abwehr gegen Bakterien. Reicht diese nicht aus, vermehren sich die Plaquebakterien ungebremst und reizen das Zahnfleisch. Begünstigend wirken:

  • genetische Veranlagung, besonders bei Rassekatzen
  • Virusinfektionen wie FeLV, FIV oder Caliciviren
  • FORL, die feline odontoklastische resorptive Läsion
  • eine geschwächte Abwehr im Speichel
  • fehlende tägliche Bakterienkontrolle im Mund

Diese Symptome verraten eine Zahnfleischentzündung bei der Katze

Je früher Sie die Anzeichen erkennen, desto leichter lässt sich gegensteuern. Typisch sind:

  • roter, geschwollener Saum am Zahnrand
  • Mundgeruch
  • vermehrtes Speicheln
  • Fressen nur auf einer Seite oder Futterverweigerung
  • Pfote am Mund, Empfindlichkeit bei Berührung
  • Gewichtsverlust bei längerem Verlauf

Ist eine Zahnfleischentzündung bei der Katze ansteckend?

Ursache sind Plaquebakterien, erkennbar an der starken Rötung am Zahnfleisch. Diese Bakterien können durch Mund-zu-Mund-Kontakt zwischen Tieren übertragen werden. Beim Menschen lösen sie jedoch keine Zahnfleischentzündung aus.

Unbehandelt wird aus Gingivitis eine Parodontitis

Die reine Zahnfleischentzündung heißt Gingivitis und ist in diesem Stadium noch umkehrbar. Bleibt sie unbehandelt, greift die Entzündung auf den Zahnhalteapparat über. Diese Parodontitis betrifft Kieferknochen und Zahnwurzeln und ist nicht mehr rückgängig zu machen. Deshalb zählt jeder Tag, an dem die Bakterien in Schach gehalten werden.

Die chronische Form heißt Feline Gingivostomatitis

Bei manchen Katzen entwickelt sich eine schwere, dauerhafte Entzündung der Mundschleimhaut, die Feline Chronische Gingivostomatitis. Sie gilt heute als immunvermittelt und steht häufig mit einer chronischen Virusinfektion in Verbindung, in schweren Fällen ist die Entfernung nahezu aller Zähne der tierärztliche Standard (Anker: Soltero-Rivera et al. 2023 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37548475/). Diese Entscheidung trifft allein der Tierarzt. Im Mittelpunkt stehen dann die Schmerzfreiheit und die Lebensqualität der Katze.

Mundbakterien belasten Herz und Nieren der Katze

Eine Zahnfleischentzündung bleibt selten auf den Mund beschränkt. Bakterien und Toxine aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen über die Blutbahn zu Herz und Nieren. Über den Speichel gelangen sie in den Darm. Das ist besonders bei älteren Katzen wichtig: Bei Katzen über 12 Jahren erkrankt etwa die Hälfte an chronischer Niereninsuffizienz, schon ab 10 Jahren ist es jede dritte Katze. Wer die Mundbakterien reduziert, entlastet den ganzen Körper.

Zahnfleischentzündung Katze: welche Hausmittel taugen?

Im Netz kursieren viele Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung bei der Katze, von Ingwer über Tee und Kamille bis Aloe Vera oder Salzlösungen. Ehrlich betrachtet sind die meisten entweder unwirksam gegen die Ursache oder für Katzen sogar riskant, ätherische Öle und einige Pflanzen sind für Katzen giftig. Entzündetes Zahnfleisch braucht eine dauerhafte, schonende Kontrolle der Bakterien, nicht ein kurzes Hausrezept. Genau hier setzt die tägliche Pflege mit QCHEFS an, während die Ursache in tierärztliche Hand gehört.

Tierarzt und QCHEFS sind zwei gleichwertige Säulen

Gute Mundgesundheit ruht auf zwei Säulen. Der Tierarzt prüft mit Dentalröntgen, was unter dem Zahnfleisch liegt, und behandelt unter Narkose, was nur dort behandelt werden kann. QCHEFS übernimmt den Teil, den der Halter täglich leisten kann: die Bakterien im Mund kontrollieren. Beide ergänzen sich, die eine Säule ersetzt die andere nicht.

Antibakterielle Peptide bremsen die Bakterien gezielt

Wirkstoff der QCHEFS Zahnputzflocken ist ein spezielles Milchprotein. Es enthält von Natur aus antibakterielle Peptide. Diese haften an den Zellwänden der Bakterien und stoppen deren Vermehrung. Die Mundflora kommt zurück in Balance. Ohne neue Bakterienschichten wird vorhandener Zahnstein porös und löst sich über 2 bis 6 Monate.

Chemische Mittel wie Chlorhexidin wirken pauschal und greifen die gesamte Mundflora an. QCHEFS geht gezielt statt pauschal vor. Wie im Garten: Man reißt nicht den ganzen Rasen heraus, sondern jätet gezielt das Unkraut und lässt das Gesunde wachsen. Genauso bremsen die Peptide gezielt die schädlichen Bakterien und schonen die gesunde Mundflora.

Zahnputzflocken als Nachtisch richtig anwenden

Die Anwendung ist einfach und für jede Katze geeignet:

  • ½ TL QCHEFS Zahnputzflocken als Nachtisch nach dem Futter, nie ins Futter gemischt
  • bei wählerischen Katzen ein paar Krümel mit etwas Joghurt oder Leckerem vom Finger
  • QCHEFS Zahnputzkohle für Seniorkatzen, sie entlastet zusätzlich Darm und Nieren
  • QCHEFS Zahnputzflips in der Schnüffelzahnbürste, in Joghurt oder Futtersaft

Die Flocken sind gut verträglich, frei von Laktose, Zucker und Zusätzen und mit 95 % im Pepsintest sehr gut verdaulich, auch für sensible und kranke Katzen. Gefertigt vom Familienunternehmen in Bayern.

Häufige Fragen zur Zahnfleischentzündung bei der Katze

Was ist eine Zahnfleischentzündung bei der Katze?

Eine durch Plaquebakterien ausgelöste Entzündung des Zahnfleischs, die im Frühstadium umkehrbar ist.

Die meisten klassischen Hausmittel wirken nicht gegen die Ursache oder sind für Katzen riskant. Sinnvoll ist die tägliche Kontrolle der Bakterien im Mund, die Ursache selbst gehört zum Tierarzt.

Im frühen Stadium kann sie mit konsequenter Bakterienkontrolle zurückgehen. Bleibt sie bestehen, muss die Katze zum Tierarzt, bevor eine Parodontitis entsteht.

Die Bakterien täglich reduzieren, zum Beispiel mit ½ TL QCHEFS Zahnputzflocken als Nachtisch.

Bei anhaltender Rötung, Mundgeruch, Speicheln, Fressunlust oder Schmerz. Diese Zeichen können auf FORL, eine Virusinfektion oder eine Gingivostomatitis hindeuten, die tierärztlich abgeklärt werden müssen.

Wissenschaftliche Quellen

Girard N, Servet E, Biourge V, Hennet P. Periodontal health status in a colony of 109 cats. J Vet Dent. 2009. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19950514/

O’Neill DG, Blenkarn A, Brodbelt DC, Church DB, Freeman A. Periodontal disease in cats under primary veterinary care in the UK: frequency and risk factors. J Feline Med Surg. 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36912667/

Soltero-Rivera M, Goldschmidt S, Arzi B. Feline chronic gingivostomatitis current concepts in clinical management. J Feline Med Surg. 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37548475/

QCHEFS Zahnputzkohle vorgestellt von Anke Nagler –natürliche Zahnpflege mit Zahnputzkohle für Hunde–Katzen – bei Zahnstein und sensibler Verdauung

Über die Wissenschaftlerin

Anke Nagler     
Diplom-Mikrobiologin | Gründerin von QCHEFS
Orale Biofilmforschung | Natürliche Bakterien
Kontrolle bei Hund, Katze und Pferd

Anke Nagler verbindet Mikrobiologie mit eigener Produktentwicklung und Produktion. Ihr Schwerpunkt ist die natürliche Bakterienkontrolle im Mund von Hund, Katze und Pferd.

Folgen Sie der Expertin auf Linkedin.

zur Wissenschaftlerin

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Blogartikel

Bewertung schreiben

Vielen Dank – Ihre Erfahrung hilft auch anderen Kunden. Wir freuen uns auf Ihre Bewertungen!
Wir prüfen eingehende Bewertungen auf ihre Echtheit. Die Veröffentlichung erfolgt erst nach erfolgreicher Prüfung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert