Zahnpflege kleine Hunderassen: warum stressfrei | QCHEFS

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Zahnpflege kleine Hunderassen: warum und wie stressfrei

Zahnpflege bei kleinen Hunderassen wirft zwei Fragen auf, die viele Halter beschäftigen. Warum sind kleine Hunde so viel anfälliger für Zahnstein und Parodontitis als große Rassen? Und wie pflegt man die kleinen Zähne, ohne den Hund jeden Tag in den Stress zu treiben?

Wer einen Malteser, Chihuahua, Yorkshire Terrier oder Pomeranian hat, kennt das Phänomen. Der Hund frisst normal, wirkt gesund. Beim nächsten Tierarztbesuch kommt die Diagnose: Zahnstein, Parodontitis, manchmal schon mit 3 Jahren. Das ist kein Zufall und keine Frage der Pflege allein. Bei kleinen Hunderassen beginnt das Problem tiefer. In der Anatomie, der Genetik und in einem Missverständnis, das sich hartnäckig hält. Dieser Artikel beantwortet beide Fragen. Warum kleine Hunde besonders gefährdet sind. Und wie eine tägliche Routine aussieht, die den kleinen Hund nicht stresst und wirklich wirkt.

Welche Hunde als kleine Rassen gelten

Als kleine Hunderasse gelten in diesem Artikel Hunde mit einem Endgewicht unter 7 Kilogramm. Das ist die Größe, bei der die typischen Zahnprobleme aus anatomischen Gründen besonders ausgeprägt auftreten. Ein Chihuahua wiegt 1,5 bis 3 Kilogramm, ein Yorkshire Terrier etwa 3 Kilogramm, ein Malteser 3 bis 4 Kilogramm, ein Pomeranian 1,5 bis 3,5 Kilogramm.

Zu den klassischen kleinen Rassen unter 7 Kilogramm zählen auch Toy-Pudel, Havaneser, Coton de Tuléar, Pekingese, Bichon Frisé, Jack Russell Terrier und Zwergteckel. Auch leicht größere Rassen wie Mops, Cavalier King Charles Spaniel oder Französische Bulldogge gehören wegen ihrer brachycephalen Anatomie und der typischen Zahnstellung in dieselbe Risikogruppe, auch wenn sie das Gewichtslimit überschreiten.

Warum kleine Hunderassen so viel anfälliger sind

Diese Faktoren machen kleine Rassen zur Risikogruppe Nummer 1 für Zahnerkrankungen.

Die Anatomie entscheidet

Kleine Hunderassen haben dieselbe Anzahl Zähne wie große Hunde. 42 Zähne. Nur der Kiefer ist deutlich kleiner. Das Ergebnis: Zähne stehen enger, übereinander, schräg oder verdreht. Selbstreinigung durch Kauen funktioniert nicht mehr. Speichelfluss erreicht die Engstellen nicht. Plaque setzt sich schneller ab, als bei jeder anderen Rasse.

Hinzu kommt die Form der Schnauze. Viele kleine Rassen sind brachycephal, also Hunde mit kurzer, flacher Schnauze. Oder sie haben einen besonders kurzen Fang. Das verändert die Bisslage, die Zahnstellung und die Belüftung des Mundes. Trockene Schleimhäute entstehen viel schneller und Bakterien finden leichter Halt.

Die Genetik macht es noch schlimmer

Jahrzehntelange intensive Zucht hat kleine Hunderassen verändert. Nicht nur äußerlich. Auch der Speichel, das Immunsystem und die Zusammensetzung der Mundflora wurden beeinflusst. Viele kleine Rassen verfügen über eine geringere körpereigene Abwehr gegen orale Bakterien als ihre Vorfahren. Das ist eine biologische Realität mit Konsequenzen. Ein Chihuahua braucht nicht mehr Zahnpflege als ein Labrador. Doch unbedingt die richtige.

Der empfindliche Trigeminus-Nerv

Viele kleine Hunderassen tolerieren Manipulation im Mund schlechter als große Rassen. Das liegt nicht an schlechter Erziehung. Es liegt am Trigeminus-Nerv. Er versorgt Zähne, Zahnfleisch und Schleimhäute mit Empfindung. Bei kleinen Rassen ist dieser Nerv im Verhältnis zur Mundgröße sehr ausgeprägt. Bürsten wird als sehr intensiver Reiz wahrgenommen. Und was unangenehm ist, wird nicht toleriert. Und Zahnpflege, die nicht täglich stattfindet, wirkt nicht.

Ab welchem Alter Probleme beginnen

Bei kleinen Hunderassen beginnen Zahnprobleme oft schon als Junghund. Während große Rassen meist erst ab dem 5. oder 6. Lebensjahr Parodontiti entwickeln, zeigen kleine Rassen erste Anzeichen oft schon mit 2 bis 3 Jahren. Manche Malteser oder Yorkshire Terrier haben mit 3 Jahren bereits sichtbaren Zahnstein und gerötetes Zahnfleisch. Laut American Veterinary Dental College zeigen über 80 Prozent der Hunde ab dem 3. Lebensjahr erste Anzeichen einer Parodontitis. Bei kleinen Rassen wird dieses Alter oft früher erreicht.

Die 4 Stadien der Parodontitis bei kleinen Rassen

Parodontitis verläuft in verschiedenen Stadien. Gerade bei kleinen Hunden sollten Halter sie kennen, weil Entzündungen hier oft früher beginnen und schneller fortschreiten.

Stadium 1 ist die Gingivitis. Das Zahnfleisch ist gerötet und leicht geschwollen. Es kann beim Berühren bluten. Kein Knochenabbau. Reversibel, wenn jetzt konsequent gehandelt wird.

Stadium 2 ist die frühe Parodontitis. Erste Zahnfleischtaschen bilden sich. Bis zu 25 Prozent des Zahnhalteapparats sind betroffen. Knochenabbau beginnt, ist aber noch gering.

Stadium 3 ist die mittlere Parodontitis. Zahnfleischtaschen sind deutlich vertieft. 25 bis 50 Prozent des Zahnhalteapparats sind betroffen. Zähne können beginnen zu lockern.

Stadium 4 ist die fortgeschrittene Parodontitis. Mehr als 50 Prozent vom Zahnhalteapparat sind zerstört. Zähne sind locker oder fallen aus. Starke Schmerzen, die der kleine Hund oft tapfer verbirgt.

Sicher diagnostizieren lässt sich das Stadium nur mit Dentalröntgen. Was von außen aussieht wie Stadium 1, kann unter dem Zahnfleisch bereits Stadium 3 sein. Bei kleinen Rassen ist diese Diskrepanz besonders ausgeprägt, weil der Kiefer klein ist und Halter selten genau hinschauen.

Mundbakterien und ihre Wege durch den Körper

Plaque ist nicht nur unschön. Sie ist ein strukturierter Biofilm aus Bakterien, der sich täglich neu auf Zahnoberflächen, am Zahnfleischrand und in den Zwischenräumen aufbaut. Wird dieser Biofilm nicht kontrolliert, mineralisiert er zu Zahnstein. Unter dem Zahnstein entstehen sauerstoffarme Zonen, in denen anaerobe Bakterienstämme besonders gut gedeihen. Genau jene Bakterien, die Entzündungen auslösen, Gewebe abbauen und Toxine produzieren.

Bei Parodontitis sind die Zahnfleischtaschen dauerhaft entzündet und dauerhaft offen. Bakterien und Toxine aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen über die Blutbahn zu Herz und Nieren. Über den Speichel gelangen sie in den Darm.

Mehr zu den 4 Stadien und ihren systemischen Folgen für Herz, Nieren, Leber und Darm im Artikel zu Parodontitis beim Hund.

Folgen für Herz, Nieren und Lebenserwartung

Die systemische Belastung trifft kleine Hunde besonders hart. 3 Organe stehen im Fokus.

Das Herz reagiert auf dauerhafte bakterielle Belastung. Bakterien aus entzündeten Zahnfleischtaschen können über die Blutbahn zu den Herzklappen gelangen und dort Endokarditis auslösen. Die Studie von Glickman und Kollegen aus dem Journal of the American Veterinary Medical Association aus dem Jahr 2009 zeigt: Hunde mit fortgeschrittener Parodontitis haben ein bis zu 6-fach erhöhtes Risiko für bakterielle Herzklappenentzündungen. Kleine Rassen sind ohnehin häufiger von Mitralklappen-Erkrankungen betroffen, allen voran der Cavalier King Charles Spaniel. Eine zusätzliche bakterielle Belastung trifft hier auf ein bereits vorgeschädigtes Organ.

Die Nieren filtern kontinuierlich Bakterien und Toxine aus dem Blut. Bei dauerhafter Belastung durch orale Bakterien arbeitet die Niere im Dauer-Stress. Über Monate und Jahre schwächt das die Filterleistung. Bei kleinen Hunden, die ohnehin oft 12 bis 16 Jahre alt werden, beobachten Tierärzte häufig im Alter eine Niereninsuffizienz, deren Wurzeln Jahre zurückliegen.

Die Lebenserwartung steht im direkten Zusammenhang mit der Mund-Gesundheit. Studien zeigen, dass Hunde mit chronischer unbehandelter Parodontitis im Schnitt mehrere Jahre kürzer leben als Hunde mit gesundem Mund. Bei kleinen Rassen wiegt dieser Verlust besonders schwer. Wer einen Yorkshire Terrier oder Chihuahua nimmt, rechnet mit 12 bis 16 Lebensjahren. Wer durch Parodontitis 2 oder 3 dieser Jahre verliert, verliert einen großen Teil der gemeinsamen Zeit.

Verbindung zu resorptiven Läsionen

Bei kleinen Rassen treten häufig auch resorptive Läsionen auf. Der Zahn wird dabei von innen abgebaut, oft schmerzhaft und unentdeckt. Plaque-Bakterien sind nicht die alleinige Ursache, aber ein bekannter Beschleuniger. Wer bei einem kleinen Hund chronische Parodontitis hat, sollte beim nächsten Tierarztbesuch gezielt auch nach resorptiven Läsionen fragen lassen. Mehr dazu im Artikel zu resorptiven Läsionen beim Hund.

Der Mythos vom Mundgeruch aus dem Magen

Es hält sich hartnäckig. Mundgeruch beim Hund komme immer aus dem Magen und aus der Verdauung. Gerade bei kleinen Hunden hört man es besonders oft. Der Atem riecht und sofort kommt die Erklärung: Das liegt am Futter und am Magen.

Doch etwa 90 Prozent des Mundgeruchs entstehen nicht im Verdauungstrakt, sondern im Mund selbst. Anaerobe Bakterien in Belägen, auf der Zunge und am Zahnfleischrand produzieren flüchtige Schwefelverbindungen. Genau diese riechen so unangenehm. Der Bauch wird erst dann relevant, wenn orale Ursachen bereits ausgeschlossen wurden. Bei kleinen Hunderassen entsteht Belag schneller und dichter als bei großen Rassen. Mundgeruch ist damit fast immer ein direktes Signal aus dem Mund und nicht aus dem Bauch.

Mehr zum Thema und was die einzelnen Geruchsarten konkret bedeuten, im Artikel zu Mundgeruch beim Hund.

Warum die Zahnbürste bei kleinen Hunden meist scheitert

Probleme mit der Zahnbürste bei kleinen Hunden:

Platzproblem. Der Mund eines Chihuahuas ist klein. Zahnbürsten erreichen die hinteren Backenzähne kaum. Selbst speziell entwickelte Fingerlinge stoßen an anatomische Grenzen. Wer nur die Vorderzähne putzt, berührt kaum das eigentliche Problem.

Toleranz-Problem. Der empfindliche Trigeminus-Nerv macht das Bürsten zur Tortur. Was als unangenehm erlebt wird, wird nicht akzeptiert. Halter geben nach wenigen Versuchen auf.

Verträglichkeits-Problem. Zahnpasta wird vom Hund verschluckt, nicht ausgespuckt. Was täglich in den kleinen Körper gelangt, sollte gut verträglich sein. Produkte mit Chlorhexidin, Xylit oder Chemie wirken kurzfristig, sind bei Langzeitanwendung auch besonders bei kleinen Hunden kritisch.

Was bei kleinen Hunden wirklich funktioniert: Bakterienkontrolle

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Schrubben, sondern im bakteriellen Geschehen. Im Speichel des Hundes sind natürliche antibakterielle Peptide aktiv. Sie halten Bakterien in Schach, solange sie in ausreichender Menge vorhanden sind. Bei kleinen Rassen reicht diese Eigenabwehr oft nicht aus. Die Bakterienlast ist höher, das Gleichgewicht kippt schneller.

Wer die Bakterien kontrolliert, statt nur zu schrubben, löst das Problem an der Wurzel. Beläge gehen zurück, ohne dass mechanischer Druck auf die kleinen Zähne ausgeübt werden muss. Das Zahnfleisch beruhigt sich. Belastung von Herz und Nieren nimmt ab.

Wie QCHEFS unterstützt

Genau hier setzen die QCHEFS Zahnputzflocken an. Nur Natur mit antibakteriellen Peptiden im speziellen Milchprotein, die genau das tun, was die eigene Abwehr im Speichel ohnehin leistet, nur damit verstärkt. So wird sie unterstützt und ist wieder stark gegen die Bakterien. Das bakterielle Gleichgewicht stabilisiert sich. Beläge gehen zurück. Die systemische Belastung von Herz, Nieren und Immunsystem nimmt ab.

Das spezielle Milchprotein als Träger der antibakteriellen Peptide ist extra schonend verarbeitet, gering denaturiert und hat deshalb ein sehr geringes allergenes Potenzial. Das Protein wird in so kleine Fragmente zerlegt, dass das Immunsystem es nicht mehr als Protein erkennt. Deshalb ist es auch für kleine Hunde geeignet, die sonst so vieles nicht vertragen. Nicht mit Supermarkt-Produkten vergleichbar.

Die tägliche Routine für kleine Hunde

QCHEFS Zahnputzflocken mit 2 TL Futter gemischt, auf den Napfboden gegeben und das Futter darüber. Oder als extra Schlusshäppchen auf einer Schleckmatte mit etwas Joghurt. Mit Biokokos gemischt und 2 x täglich ist es gegen Zahnstein sehr intensiv. Mit ½ Teelöffel Futter weniger stimmt die Kalorienbilanz wieder.

Warum die Schleckmatte gerade für kleine Hunde so gut funktioniert, weil sie ohne mechanischen Druck auf den dünnen Zahnschmelz auskommt und die Zunge als natürlichen Applikator nutzt, zeigt der Artikel zur Schleckmatte für den Hund.

Was wann beobachten

Nach einer Woche regelmäßiger Anwendung ist der Mundgeruch spürbar reduziert. Das ist das Zeichen, die Bakterien sind unter Kontrolle. Nach 6 Wochen beginnt auch vorhandener Zahnstein porös zu werden, weil sich weniger Plaque bildet. In 2 bis 6 Monaten fällt er stückweise ab, je nach Mineralisierung und Dicke.

Diese Zeit-Marker sind wichtig, weil viele Halter zu früh aufgeben. Natürliche Zahnpflege erfordert tägliche Routine. Doch da sich der Hund schon darauf freut, ist es überhaupt gar kein Problem.

Dentalröntgen bei kleinen Rassen besonders wichtig

Bei kleinen Hunden entwickelt sich Parodontitis unter dem Zahnfleisch, weit bevor sie außen sichtbar wird. Dentalröntgen ist deshalb kein optionaler Zusatz. Es ist die einzige Möglichkeit, den tatsächlichen Zustand zu beurteilen. Knochenabbau, Veränderung an der Wurzel und Abszesse unterhalb der Zahnfleischlinie bleiben beim bloßen Hinschauen verborgen. Spezialisierte Tierärzte fordern es heute standardmäßig bei jeder Zahnreinigung in Narkose. Bei kleinen Rassen sollte alle 1 bis 2 Jahre eine Kontrolle mit Dentalröntgen erfolgen.

Wann sofort zum Tierarzt

Bei kleinen Hunderassen sollte niedrigschwelliger zum Tierarzt gegangen werden als bei großen Rassen, weil das Zeitfenster kürzer ist. Zu den Alarmsignalen gehören anhaltender Mundgeruch trotz Bakterienkontrolle, blutendes Zahnfleisch beim Fressen, Schmerzen beim Kauen, einseitiges Kauen, sichtbare Schwellungen im Kiefer, vermehrtes Speicheln, Pfote am Mund, lockere Zähne, plötzliche Gewichtsabnahme oder Futterverweigerung.

In all diesen Fällen reicht tägliche Zahnpflege allein nicht mehr. Diagnostik und Behandlung kommen dann zuerst. Mit konsequenter Bakterienkontrolle wird die gesunde Mundflora danach wieder aufgebaut und dauerhaft gehalten. Die tägliche QCHEFS-Pflege und die tierärztliche Vorsorge sind gleichermaßen wichtig.

Fazit: Warum und Wie

Kleine Hunderassen tragen ein höheres Risiko, weil sie dieselbe Anzahl Zähne in einem deutlich kleineren Kiefer haben, ihre Genetik die Mundflora beeinflusst und der empfindliche Trigeminus-Nerv eine Manipulation zur Belastung macht.

Tägliche Bakterienkontrolle ohne Bürste und Chemie passt zur Anatomie, zum empfindlichen Mund und zum kurzen Toleranz-Fenster kleiner Hunde. Wer früh anfängt, konsequent bleibt und natürlich pflegt, schenkt seinem kleinen Hund schmerzfreie Zähne und noch einige zusätzliche gemeinsame Jahre.

Einfach starten und lebenslang profitieren

QCHEFS Zahnputzflocken sind die einfache Basis für jeden kleinen Hund, jedes Alter, jede Rasse. Die Zahnputz-Ration als Nachtisch 1 x täglich auf Leckerei wie Joghurt oder gegen Zahnstein auf Biokokos. Mit QCHEFS Leckerli bleiben saubere Zähne sauber. Bei älteren Hunden, nach Antibiotika, Wurmkur oder bei empfindlichem Magen-Darm ergänzt Zahnputzkohle und entlastet.

Bestellbar im QCHEFS Online-Shop oder im Fachhandel und beim Tierarzt vor Ort. Über die Händler-Suche finden Sie die nächste Verkaufsstelle in Deutschland oder Österreich. Hinter QCHEFS steht ein bayerisches Familien-Unternehmen, das sich seit über 10 Jahren mit dem oralen Biofilm bei Hund, Katze und Pferd beschäftigt. Die Zahnpflege wird heute in 30 Länder verkauft.

Häufige Fragen zur Zahnpflege kleiner Hunderassen

Welche Hunde gelten als kleine Rassen?

Als kleine Hunderassen gelten Hunde mit einem Endgewicht unter 7 Kilogramm. Dazu zählen Chihuahua, Yorkshire Terrier, Pomeranian, Toy-Pudel, Malteser, Havaneser, Coton de Tuléar, Pekingese, Bichon Frisé, Jack Russell Terrier und Zwergteckel. Brachycephale Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge gehören wegen ihrer Anatomie zur selben Risikogruppe.

Weil sie dieselbe Anzahl Zähne wie große Hunde haben, aber einen deutlich kleineren Kiefer. Enge Zahnstellung, flachere Schnauzen und genetische Anfälligkeit durch intensive Zucht machen Plaque und Zahnstein zum täglichen Problem.

So früh wie möglich, idealerweise ab dem Welpenalter. Schon beim Zahnwechsel können sich die Bakterien stark vermehren. Manche kleinen Rassen zeigen erste Anzeichen von Parodontitis bereits mit 2 Jahren. Je früher die Mundflora stabilisiert wird, umso mehr kann verhindert werden.

Nein. In 90 Prozent der Fälle entsteht Mundgeruch im Mund. Bei kleinen Hunderassen bildet sich Plaque schneller und dichter. Der Atem ist damit fast immer ein direktes Signal aus dem Mund.

Weil der kleine Mund schwer zugänglich ist, die hinteren Backenzähne kaum erreicht werden und viele kleine Rassen Bürsten im Mund nicht gut tolerieren. Der empfindliche Trigeminus-Nerv macht Manipulation zur Belastung. Tägliche Konsequenz ist wichtiger als perfekte Technik.

Ja. Einfach mit 2 TL Futter mischen, auf den Napfboden und das Futter darüber. Oder als extra Schlusshäppchen auf einer Schleckmatte mit etwas Joghurt. Gegen den Zahnstein 2 x täglich mit Biokokos gemischt. Zahnputzflips und Mminis, wenn saubere Zähne sauber bleiben sollen. Kein Bürsten oder Stress.

Bakterien aus entzündetem Zahnfleisch gelangen über die Blutbahn zu den Herzklappen. Eine Studie zeigt ein bis zu 6-fach erhöhtes Endokarditis-Risiko bei Hunden mit fortgeschrittener Parodontitis. Kleine Rassen sind ohnehin anfälliger für Herzerkrankungen, allen voran der Cavalier King Charles Spaniel. Schlechte Mundgesundheit erhöht dieses Risiko zusätzlich.

Kleine Rassen werden oft 12 bis 16 Jahre alt. Studien zeigen, chronische unbehandelte Parodontitis verkürzt die Lebenserwartung um mehrere Jahre. Es lohnt, für die Zahngesundheit etwas zu tun, besonders wenn es so einfach ist.

Bei verändertem Fressverhalten oder Anzeichen starker Schmerzen im Mundbereich. Bei kleinen Rassen niedrigschwelliger als bei großen, weil das Zeitfenster kürzer ist.

Weil sich Zahnprobleme bei kleinen Rassen schnell unter dem Zahnfleisch entwickeln und von außen lange unsichtbar bleiben. Dentalröntgen ist die einzige Möglichkeit, den tatsächlichen Zustand zu beurteilen.

Ja. Plaque-Bakterien sind ein bekannter Beschleuniger resorptiver Läsionen, auch wenn sie nicht die alleinige Ursache sind. Bei kleinen Rassen mit chronischer Parodontitis sollte der Tierarzt gezielt auch nach resorptiven Läsionen suchen.

Die Zahnputzflocken sind die einfachste und intensivste Lösung. Sie verteilen sich im ganzen Mund. Auf Biokokos, das verstärkt nochmal die Wirkung. Bei älteren Tieren, nach Antibiotika, Wurmkur oder bei empfindlichem Magen-Darm die Zahnputzkohle ohne Nebenwirkung. Es sind Zahnputzflocken mit geringem Kohleanteil. Sie färbt nicht, verstopft nicht und ist sehr gut verträglich.

Mit Geduld und positiver Verstärkung. Gerade bei kleinen Rassen mit empfindlichem Trigeminus-Nerv funktioniert das Hineinschauen nur, wenn der Hund freiwillig mitmacht. Ein 10-Stufen-Plan führt in kleinen Schritten zum täglichen Blick. Wie das stressfrei in 20 Sekunden gelingt, zeigt der Artikel Hund Zähne untersuchen.

Wissenschaftliche Quellen

Glickman LT, Glickman NW, Moore GE, Goldstein GS, Lewis HB. Evaluation of the risk of endocarditis and other cardiovascular events on the basis of the severity of periodontal disease in dogs. Journal of the American Veterinary Medical Association 2009;234(4):486-494. Belegt das bis zu 6-fach erhöhte Risiko für bakterielle Herzklappenentzündungen bei Hunden mit fortgeschrittener Parodontitis. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19222358

American Veterinary Dental College: Periodontal Disease in Dogs. Übersichtsarbeit zur Häufigkeit parodontaler Erkrankungen mit Kernaussage zur 80-Prozent-Quote ab dem 3. Lebensjahr. Verfügbar unter: afd.avdc.org/pet-periodontal-disease

Tangerman A, Winkel EG. Intra- and extra-oral halitosis: finding of a new form of extra-oral blood-borne halitosis caused by dimethyl sulphide. Journal of Clinical Periodontology 2007;34(9):748-755. Studie zur Herkunft des Mundgeruchs mit Daten zur 80-bis-90-Prozent-Quote oraler Ursachen. Verfügbar unter: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17716310

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