Verfasst von Anke Nagler · Diplom-Mikrobiologin
Käse putzt Zähne. Was zuerst nach einem Scherz klingt, ist Mikrobiologie: Im speziellen Milchprotein stecken natürliche antibakterielle Peptide, und genau die kontrollieren die Bakterien im Mund und bremsen so den Zahnbelag. Zahnputzkäse nutzt diesen Effekt für Hund, Katze und Pferd, ganz ohne Bürste und ohne Chemie.
Wie kann Käse die Zähne putzen?
Zahnbelag ist ein Biofilm aus Bakterien. Die Peptide im speziellen Milchprotein heften sich an diese Bakterien, sie können sich nicht mehr ungestört vermehren. Es bildet sich weniger Plaque, die eigene Abwehr im Speichel wird unterstützt. Vorhandener Zahnstein wird über Wochen porös und löst sich je nach Dicke und Mineralisierung in 2 bis 6 Monaten in Stücken ab. Der erste sichtbare Erfolg ist der Atem: Nach 1 bis 2 Wochen wird der Mundgeruch schwächer, das Zeichen, dass die Bakterienlage kippt.
Warum Zahnputzkäse und keine Zahnbürste?
Die Bürste erreicht die hinteren Backenzähne kaum, und viele Tiere lassen sie nicht zu. Zahnputzkäse löst sich im Speichel und verteilt sich über die Zunge im ganzen Mund, auch dort wo die Bürste nicht hinkommt. Das Tier arbeitet mit, statt zu erdulden. Genau deshalb bleibt die tägliche Pflege im Alltag überhaupt durchhaltbar.
Was steckt im Zahnputzkäse?
Die Rezeptur ist bewusst schlicht und folgt dem Schonkost-Prinzip: hochwertiges Protein aus speziellem Milchprotein, leichte Kohlenhydrate aus Buchweizen oder Reis, gesunde Fettsäuren aus Raps und Biokokosöl. Gefertigt wird in Bayern in einem besonders schonenden Verfahren, damit die empfindlichen Peptide und die natürlichen Vitamine und Mineralien erhalten bleiben. Die Pepsinverdaulichkeit liegt bei 95 %, das Protein ist also sehr gut verwertbar. Ohne Getreide, ohne Laktose, ohne Zusätze.
Für welche Tiere eignet sich Zahnputzkäse?
Für Hund, Katze und Pferd. Das Prinzip der täglichen Bakterienkontrolle ist bei allen dreien dasselbe, nur die Form und die Menge unterscheiden sich. Wie Sie den passenden Käse für Ihr Tier wählen, steht in den weiterführenden Beiträgen zu Hüttenkäse für den Hund und zu den Käseknochen.
Wie wird Zahnputzkäse gegeben?
Immer als Nachtisch nach dem Futter, nie ins Futter gemischt. Die Peptide sollen im Mund wirken, nicht im Napf. Ein Teelöffel für kleine, mehr für große Tiere, einmal täglich abends als Schlusshäppchen auf Joghurt, Quark oder von der Schleckmatte.
Zahnputzkäse und der Tierarzt
Tägliche Pflege und tierärztliche Vorsorge sind 2 gleichwertige Säulen. Sie kontrollieren zu Hause jeden Tag die Bakterien, die Tierärztin prüft, was unter dem Zahnfleisch liegt. Bestehender Zahnstein und Zahnerkrankungen gehören in tierärztliche Hand. Bei bestehender Parodontitis gilt: Täglich die Bakterien kontrollieren, das nimmt der Entzündung die Basis.
Zahnputzkäse macht aus dem lästigen Zähneputzen ein Betthupferl, auf das sich das Tier freut, und legt so die Basis fürs Gesamtgesund.
FAQ
Wie putzt Käse die Zähne?
Die natürlichen antibakteriellen Peptide im speziellen Milchprotein heften sich an die Bakterien im Mund und bremsen die Bildung von Zahnbelag. Weniger Belag bedeutet weniger Zahnstein und frischeren Atem.
Für welche Tiere eignet sich Zahnputzkäse?
Für Hund, Katze und Pferd. Die tägliche Bakterienkontrolle wirkt bei allen dreien nach demselben Prinzip.
Wie wird Zahnputzkäse gegeben?
Als Nachtisch nach dem Futter, nicht ins Futter gemischt. So verteilen sich die Peptide im Mund, wo sie wirken.
Ersetzt Zahnputzkäse den Tierarzt?
Nein, tägliche Pflege und tierärztliche Vorsorge sind 2 gleichwertige Säulen. Bestehender Zahnstein und Zahnerkrankungen gehören in tierärztliche Hand.
Über die Wissenschaftlerin
Anke Nagler
Diplom-Mikrobiologin | Gründerin von QCHEFS
Orale Biofilmforschung | Natürliche Bakterien
Kontrolle bei Hund, Katze und Pferd
Anke Nagler verbindet Mikrobiologie mit eigener Produktentwicklung und Produktion. Ihr Schwerpunkt ist die natürliche Bakterienkontrolle im Mund von Hund, Katze und Pferd.
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